Als " Verckwitz " wurde das Dorf 1354 das erste Mal urkundlich erwähnt.
Schon 1375 gab es u.a. einen Krug und eine Kirche. Eine Feldsteinmauer umgibt die kleine, altehrwürdige Fachwerkkirche mit seinem Kirchhof. Davor erinnert ein Denkmal an die Gefallenen aus dem 1.Weltkrieg. Die Fergitzer Mühle wurde schon 1359 erstmals erwähnt. Wer weiß eigentlich, dass die Redensart: "Etwas auf dem Kerbholz haben" aus der Zeit der Lohnmüllerei und des Mühlenzwangs stammte? Die im Mittelalter gebauten Mühlen betrieben Lohnmüllerei, weil sie mehr als den Eigenbedarf produzierten. Um ausgelastet zu sein, gab es den Mahlzwang; der Bauer musste in der ihm zugewiesenen Mühle sein Getreide mahlen lassen. Um dies zu kontrollieren, wurde ein Holzscheid gespalten, wovon die eine Hälfte der Bauer, die andere der Müller bekam. Brachte der Bauer sein Getreide zur Mühle, so wurden für jeden Scheffel auf beiden Hälften Kerben eingeschnitten. Seither blieb diese Redensart erhalten. Sicher war die Fergítzer Mühle eine dieser Art, denn auch sie liegt in einer wunderschönen Landschaft. Bis ca. 1980 war sie noch funktionsfähig, heute droht der Verfall (sie gibt es schon nicht mehr, 2000). Eigentümer der 3 Rittersitze 1375 war Fam. v. Holzendorf. Die v. Arnim kauften 1498 davon 1 Gut und übernahmen damit auch die Herrschaft über den Fergitzer Burgwall. Auf der, im Oberuckersee bei Fergitz liegenden Insel, befindet sich eine vorgeschichtliche Wallanlage, die als Fergitzer Burgwall bezeichnet wird. Zwischen dem 8.-10.Jh. siedelten sich die Slawen am Oberuckersee an und sollen eine Burg und diese Anlage errichtet haben. Die Insel war durch zwei Brücken mit dem Festland, eine von Fergitz und eine von der Landzunge bei Seehausen, verbunden. der Wall einst 4 m ansteigend, 12-16 m breit und 400 m lang, diente in erster Linie zum Schutz der Abwehr- und Zufluchtsorte, sogenannte Fliehburgen; auch Wohnplätze waren vorhanden. Er besteht aus loser Erde mit aufgelagerter gebrannter, tonreicher Lehmmasse. Heute erheben sich Reste des Walles bis zu 2 m über dem Wasserspiegel. Bewachsen mit Gras, Strauch- und Buschwerk, Erlen und Schleedorn, ist er Zeuge längst vergangener Zeiten. Im 30-jährigen Krieg wurde Fergitz fast völlig zerstört, nur 2 Bauernhöfe blieben erhalten; noch 40 Jahre später lag alles wüst. Da das Dorf wiederbesiedelt werden sollte, setzte man Bauern in Freistellen ein, aber sie waren "wegen des Elends wieder davon gelaufen". 1703 soll die letztmalig eine "Hexe" in Fergitz verbrannt worden sein. Dorf und Gut kamen 1724 in den Besitz der Suckower Arnims, siehe Wetterfahne 1727. Im 19.Jh. vollzog sich allmählich eine Aufwärtsentwicklung. So zählte man 1860 schon wieder 250 Einwohner, es gab 4 öffentliche und 37 Wirtschafts-Gebäude.

( in Ankehnung anTexte vom Tourismusverein Region Gerswalde e.V.
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