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2009
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Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Konfuzius |
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There will be lots of things to make you angry during your day, but you're not obligated to do so.
Unknown
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Wenn ich vor die Wahl gestellt werde, ob ich etwas als Chronist genau beschreibe oder als Moralist, dann werde ich mich immer für die Genauigkeit entscheiden. Auch wenn da vielleicht eine Unmoralität dabei ist.
Christoph Hein
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Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung aber keinen Anspruch darauf, dass diese von anderen geteilt wird.
Chinesisch
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DL2BQD über DOK Y19 Amateurfunk und Geschichte
Funker, hört die Signale ... Eine Vorbetrachtung
Schwedt an der Oder - nur eine Öl -Tabakstadt? Schwedt ist eine Stadt, die nach dem Weltkrieg nur eine handvoll Einwohner hatte. Sie wurde zur Metropole des Erdöls. In wenigen Jahren wurde ein leistungsfähiges Werk gebaut, moderne Wohnungen entstanden, Kindergärten, aus der gesamten DDR kamen junge Familien, Arbeitskräfte... Im eigentlich ländlich dünn besiedelten Raum entstand ein Riesenwerk mit einer Konzentration von Chemiearbeitern, Intellektuellen, einer Erweiterten Oberschule, 14 Polytechnischen Schulen... Besonders das Erdöl-Vearabeitungs-Werk, dann das Petrolchemische Kombinat prägte das Leben in der Stadt. Hier gab es auch eine große Grundorganisation der GST, der Gesellschaft für Sport und Technik. Sie war sozusagen der Geburtsort für viele Funker hier in Schwedt.
Schwedt - eine Stadt mit Geschichte In der WIKIPEDIA vom Nov 2006 findest Du die nüchterne Bemerkung, dass diese GST- Organisation auch zur Militarisierung in der DDR beigetragen hatte.
Meine chronologischen Darstellung kann nicht unpolitisch sein. Du findest den politisch-kulturellen Hintergrund aber hier nicht ausdrücklich beschrieben.
Nur einige Gedanken: Warum wohl hat Gehlen in der BRD den Geheimdienst mit aufgebaut, und warum stand im Ausbildungszentrum der Funkamateure in Schwedt die Büste von Richard Sorge? Warum musste der verstorben Spionagechef der DDR vor Gericht, Schalck-Golodkowski aber lebt am Tegernsee?? Warum gab es ein Berufsverbot für Kommunisten in der BRD, und warum waren viele Kommandierende in der Nationalen Volksarmee ehemalige Soldaten, die 1936 gegen Franco gekämpft hatten?
Warum wurde - von wem eigentlich initiiert - das Panzerdenkmal in Schwedt nach der Wende gleich demontiert? Warum war ein Nelson Mandela so lange im Gefängnis und dann Präsident? Warum war ein von Hitler protegierter Raketenbaumeister - Doktor, Professor, SS, SS Sturmbann - nicht in Nürnberg auf der Bank, sondern später Raketen-Bau- Chef in den USA, usw., usw...
Auch die Funker in Schwedt waren Menschen in dieser DDR.
Ich beschreibe nicht, wie sie sich verhalten haben und warum sie in die GST eintraten. Ich erörtere nicht, warum sie nicht Militaristen wurden, obwohl die GST geholfen haben soll, das Leben zu militarisieren! Ich frage mich, warum heute einige zum stillen Gedenken an den 9. November 1938 in der Kirche sind, viele aber nicht und warum morgen in Halbe die neue Rechte aufmarschieren darf
Die Geschichte unseres Ortsverbandes hat sich vor diesem denkwürdigen Händedruck und danach zugetragen.
(Bild: Honecker-Kohl-Händedruck-Bonn:Begrüßung vor dem Bundeskanzleramt am 07.09.1987, Genehmigung ND, Dokumentationszentrum, Luft)
Der Herr Kohl drückt dem Herrn Honecker die Hand. Dann zieht er ihm den roten Teppich weg und geht zum Saumagenessen. Keiner kann Honni mehr leiden, nicht mal sein KGB Freund Putin aus dem schönen Dresden. Wer hat ihn aufgenommen? Die Hoffnungsthaler Anstalten bei Berlin! Und dann seine Freunde in Chile.
Wir haben alles erlebt zwischen Aktivist und ALG, zwischen NVA Torgau und Bundeswehr in Afghanistan, FDGB Ferien - und Obdachlosenheim, zwischen ABV und Kontaktbeamten, Hoffnung und Resignation und wieder Hoffnung - so leicht haut uns nichts um!
Du, geneigter Leser, kannst Dir die Fragen vielleicht beantworten, wie sie so zusammenhängen. Das alles könnte dann auf einer anderen Seite stehen.
Wir leben in aufregenden Zeiten!
Ein PS: Ich fand an der Wende am Wichtigsten, dass mein Cousin und ich nun nicht mehr über den Eisernen Vorhang aufeinander schiessen müssen . Ich konnte meinen Freunden in England direkt sagen, dass wir hier in der DDR auch gelacht und geweint haben und dass wir nicht Polnisch sprachen, nur weil wir so weit im Fernen Osten wohnten - ehrlich!!. Mike, mein Funkfreund aus York, saß in seinem Centurion in Munster auf dem Schießplatz, ich in meinem T 34 bei Burg.
Frei nach Brecht: NATO Mann und Warschau Mann Stehen da und schaun sich an. Schieß ich nicht schnell in meiner Not, dann drückst du ab - und ich bin tot
Kalter Krieg!
Ich finde es so wichtig, dass wir die längste Friedensperiode in Europa haben seit vielen Jahren. Ein Lob an die vernünftigen Politiker.
Und das Internet finde ich Klasse! Und die vielen neuen Funkfreunde in der QRP - Gemeinschaft. Und meine zwei Enkel, die tiefstes, breites Schwäbisch schwätze.
Enkel aller Länder vereinigt euch!
Auf Bananen und Appelsinen und Sangria auf Mallorca kann ich noch gut verzichten!
73! DL2BQD Dieter, Schwedt/Oder, 9. November 2006, April 2007, Juli 2007, Mai 2008, Juli 2009
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